Anzeichen PDE-Schaden

  • Schlechtes Startverhalten Ihres Motors (vor allem im betriebswarmen Zustand oder nach längerer Standzeit)
  • Unruhiger Motorlauf / Leerlauf
  • Absterben im Stadtverkehr
  • Leistungsverlust
  • Kompressionsverlust
  • Verdünntes Motoröl durch Dieseleinmischung
  • Fehlender / niedriger Öldruck (Lagerschalen durch Diesel im Öl bereits verschlissen)

 


Schadensbild

Durch die konstruktiv bedingte, einseitige Befestigung der Pumpe-Düse-Elemente (PDE) im Zylinderkopf, entsteht eine deutlich erhöhte Belastung der Sitzflächen an der gegenüberliegenden Seite der Befestigungsschuhe. Die Dichtfläche nimmt im Laufe der Zeit Schaden, was zum Austritt des Diesels in den Zylinderkopf, sowie zu fehlendem Kraftstoff-Einspritzdruck führt. Der bislang übliche Weg zur Reparatur bedingte den Austausch des Zylinderkopfes! Ein wiederkehrender Schaden war dennoch vorprogrammiert, da das Grundprinzip hierbei unverändert blieb. Die Produkte von Pumpe-Düse-Abhilfe bieten eine dauerhafte Lösung für dieses Problem, ohne den beschädigten Zylinderkopf austauschen zu müssen. Ein vorbeugender Einbau bei sich bietender Gelegenheit wird dennoch empfohlen, um die Beschädigung des Zylinderkopfes bereits vorab zu minimieren.

Funktion

Die Abbildung zeigt einen Schnitt durch den Zylinderkopf im Bereich der Pumpe-Düse-Elemente. Zu erkennen ist auch der einseitige Spannschuh, welcher das PDE in seinem Sitz fixiert.


Durch das Anziehen der Befestigungsschrauben würde der Spannschuh beginnen zu kippen. Dies wird konstruktiv durch eine Anlage/Abstützfläche zum Zylinderkopf am Spannschuh verhindert (Pfeile weiß). Dadurch ergibt sich jedoch eine hohe Querkraft, mit welcher das PDE schräg in seinen Sitz gepresst wird (Pfeile rot). Der gegenüberliegende Bereich der Dichtfläche wird stark belastet (Bereich gelb).


Dieser vergrößerte Ausschnitt zeigt den Bereich der Dichtflächen in unbeschädigtem Zustand. 


Im Laufe der Zeit wandert das PDE durch die schräge Spannkraft weiter nach rechts, bis schließlich der Korpus des PDE beginnt die Sitzfläche zu berühren/beschädigen (Bereiche rot - Metall auf Metall).


Ist dieser Bereich (rot) schließlich über ein gewisses Maß beschädigt und damit das PDE einen entsprechenden Weg in diese Richtung gewandert, so vermögen die Dichtringe den entstehenden Spalt auf der gegenüberliegenden Seite nicht mehr zu schließen. Die Folge ist austretender Diesel in den Zylinderkopf mit den bekannten Symptomen.


Beispiel

Einsatz der PDE-Brücke

Die Grundlage für den Einsatz der PDE-Brücke ist der Fakt, dass während des oben beschriebenen Vorgangs die Sitzflächen im Bereich der Dichtungen selbst nicht beschädigt werden (Bereiche grün). Hier trifft nicht Metall auf Metall, sondern nur das Gummi der Dichtringe auf das Aluminium des Zylinderkopfes. Die Folge ist eine Beschädigung der Dichtung (Plattdrücken), jedoch keine Beschädigung der Sitze in diesem Bereich. Ein zentriertes PDE, ohne die oben genannten Querkräfte, dichtet auch in diesem beschädigten Sitz wieder ab.


Die U-Bügel (gelb) der PDE Brücke stützen das jeweils benachbarte PDE an dessen Korpus ab und verhindern so ein Kippen, sowie die beschriebene Querkraft der einseitigen Befestigung. Über die Verbindungsleiste (grün) bildet die PDE-Brücke eine gemeinsame, starre Struktur, welche die PDE exakt senkrecht und zentriert in den Sitzen fixiert. Ein Kippen/Wandern ist ausgeschlossen - eine dauerhafte Dichtheit ist gewährleistet.



Durch die PDE-Leiste werden alle Pumpe-Düse-Elemente am Zylinderkopf miteinander verbunden und gleichmäßig abgestützt. Sie werden dadurch kippsicher und dauerhaft dicht in den Sitzen gehalten. Ein Einarbeiten in den Zylinderkopf wird verhindert.

Der Einbau erfolgt ohne Änderungen / Arbeiten am Motor/Zylinderkopf. Originalschrauben und Befestigungspunkte werden verwendet!

Durch die gut verständliche Schritt-für-Schritt Einbauanleitung (siehe Reiter "Downloads") ist die Reparatur selbst von ungeübten Do-It-Yourself Schraubern zu meistern.